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Meisterteppich UX-Redesign

Wenn Design auf Handwerk trifft 

UX Research & Interface Redesign

Projektübersicht

Meine Rolle · UX Research · Persona-Entwicklung · Informationsarchitektur · Interface Redesign Methoden · Hotjar Heatmaps · Session Recordings · Persönliche Nutzerinterviews vor Ort Tools · Figma · Hotjar

Das Problem

Meisterteppich bietet zwei Dinge: einen professionellen Teppichservice — Reinigung, Reparatur, Pflege — und eine Galerie mit hochwertigen Teppichen aus aller Welt. Beides war auf der Website vorhanden. Trotzdem kamen immer wieder dieselben Fragen per Telefon und Kontaktformular: „Wie reinigen Sie Teppiche?" — obwohl die Antwort längst auf der Seite stand.

Das war das Signal: Nicht der Inhalt fehlte. Die Struktur fehlte.

Die Analyse

Mit Hotjar analysierte ich Heatmaps und Session Recordings — und sah genau, wo Nutzer stockten, was sie suchten und wo sie absprangen. Ergänzend führte ich persönliche Interviews direkt vor Ort in der Galerie durch, um echte Nutzerbedürfnisse aus erster Hand zu verstehen.

Dabei kristallisierten sich zwei klar unterschiedliche Nutzergruppen heraus:

Die Wissenden — Sie wollen zuerst verstehen. Woher kommt dieser Teppich? Welche Webtechnik wurde verwendet? Was bedeutet dieses Muster? Welches Material, welche Region? Für sie ist ein Teppich kein Dekorationsobjekt — er ist Geschichte, Handwerk, Bedeutung.

Die Schauenden — Sie erleben Teppiche wie Kunst. Liebe auf den ersten Blick. Sie wollen sehen, stöbern, spüren — ohne sofort in Informationen zu versinken. Erst wenn ein Teppich sie anzieht, wollen sie mehr wissen.

Eine einzige Startseite konnte beiden Gruppen nicht gerecht werden.

Die Lösung

Zwei Bereiche, eine Website.

Ich teilte die Seite in zwei klar getrennte Welten: einen informativen Bereich mit Teppichkategorien, Herkunft, Material und Webtechniken — und eine visuelle Galerie, die wie ein digitaler Showroom funktioniert. Ruhig, großzügig, bildfokussiert. So wie die physische Galerie selbst.

Für die Galerie nutzte ich ein Kachelmuster — ein Layout, das gleichzeitig Struktur gibt und Raum lässt. Teppiche können so nebeneinander wirken, verglichen werden, für sich sprechen.

Die Navbar — von versteckt zu sichtbar.

Der zweite Eingriff war struktureller Natur: Die Navigation war zu minimal gestaltet. "Teppichreinigung" versteckte sich als Unterpunkt unter "Teppichservice" — in einem Akkordeon-Menü, das viele Nutzer gar nicht aufklappten. Ich gestaltete die Navbar linear und offen: alle relevanten Bereiche auf einen Blick, ohne versteckte Ebenen. Was da ist, soll man auch sehen.

Ergebnis

Nutzer fanden Antworten selbst — bevor sie zum Telefon griffen. Die Informationsarchitektur folgt jetzt der natürlichen Denkweise der zwei Nutzergruppen, und die Website spiegelt wider, was Meisterteppich wirklich ist: ein Ort für Kenner und für Liebhaber gleichermaßen.

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